Wir laden am 19.09.2026 von 10:00 bis 16:00 Uhr zu einem gemeinsamen ganztägigen Workshop im Erinnerungsort Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz und an der Installation „Schattenwurf“, dem Erinnerungsort für die Opfer des NSU-Terrors am Thüringer Landtag, ein.
Im Mittelpunkt des Workshops stehen unterschiedliche Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit sowie die Frage, wie sich Menschenverachtung, Ausgrenzung und rechte Gewalt in unterschiedlichen historischen und gesellschaftlichen Zusammenhängen zeigen. Dabei nehmen wir bewusst zwei unterschiedliche Perspektiven des Erinnerns und Gedenkens in den Blick: Im ersten Teil besuchen wir den Erinnerungsort Topf & Söhne und beschäftigen uns mit der Firmengeschichte sowie der Rolle des Unternehmens im Nationalsozialismus. Im Zentrumsteht dabei die Verfolgung und Ermordung der europäischen Jüdinnen und Juden sowie die Frage, wie ein Unternehmen und seine Mitarbeitenden in die nationalsozialistische Vernichtungspolitik eingebunden waren und welche Verantwortung daraus entsteht.
Im zweiten Teil widmen wir uns dem NSU-Komplex, dem Staatsversagen in Thüringen und den Kontinuitäten rechter und rassistischer Gewalt bis in die Gegenwart. Der Besuch der Installation „Schattenwurf“ ermöglicht eine Auseinandersetzung mit der rassistischen Gewalt des NSU, dem Schicksal der Opfer und dem Leid ihrer Angehörigen sowie mit der besonderen migrantischen Perspektive auf Erinnerung, Rassismus und gesellschaftliche Verantwortung. Wir freuen uns auf einen gemeinsamen Tag des Lernens, Diskutierens und Austauschs. Der Workshop richtet sich insbesondere an Jugendliche und junge Erwachsene.
Der Workshop richtet sich insbesondere an Jugendliche und junge Erwachsene.
Anmeldung bis zum 13.09.2026 unter: oezdemir@muslimischesbildungswerk.de
